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Fachbereich · Gefäßmedizin

Die Adern des Lebens.

In der Gefäßmedizin ist jede Ader eine Geschichte, die wir verstehen und heilen. Wir kümmern uns darum, dass Ihr inneres Netzwerk immer reibungslos funktioniert.

Termin vereinbaren: 05371-63 66 600

Termine vergeben wir telefonisch.

Die Methode

Eine Untersuchung, drei Einsatzgebiete

Ob Hauptschlagader, Halsgefäße oder Venen: Untersucht wird mit der Duplexsonographie — Ultraschall, der Gefäßwände zeigt und den Blutstrom hörbar und sichtbar macht.

  • Ohne Schmerzen

    Der Schallkopf wird nur auf die Haut aufgesetzt.

  • Ohne Röntgenstrahlen

    Ultraschall belastet den Körper nicht.

  • In wenigen Minuten

    Die Untersuchung dauert nicht lange — Sie liegen dabei bequem.

  • Hoher Aussagewert

    Grundlage für Früherkennung, Diagnose und Kontrolle.

Station 01 · Vom Herzen hinaus

Hauptschlagader & Bauchgefäße

Hiermit lässt sich eine Ausbuchtung der Bauchschlagader erkennen. Diese Ausbuchtung nennt man Aneurysma. Sie macht keine Beschwerden — die Schlagader kann aber an dieser Stelle reißen, und ein solcher Riss ist lebensbedrohlich.

Ausbuchtungen der Aorta sind selten. Sie treten am ehesten bei Menschen über 65 Jahren auf und bei Männern deutlich häufiger als bei Frauen. Deshalb zahlt die Krankenkasse Männern ab 65 Jahren eine einmalige Ultraschall-Untersuchung zur Früherkennung.

  • 2 von 100

    Männern zwischen 65 und 75 Jahren haben eine Ausbuchtung der Bauchschlagader.

  • 65 Jahre

    Ab diesem Alter zahlt die Krankenkasse Männern die einmalige Früherkennungs-Untersuchung.

  • 3 von 1 000

    untersuchten Männern bewahrt die Früherkennung vor einem Riss der Bauchschlagader — und vor dem Tod.

Welche Ursachen gibt es?

Mehrere Umstände können eine Rolle spielen, wenn eine Ausbuchtung entsteht. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Rauchen
  • Bluthochdruck
  • erhöhte Blutfette
  • höheres Alter
  • erbliche Veranlagung

Wie häufig reißt ein Aneurysma?

Eine Ausbuchtung der Bauchschlagader reißt selten — ein Riss ist aber lebensbedrohlich. Ob es dazu kommt, hängt unter anderem davon ab, wie groß die Ausbuchtung ist. Grobe Schätzungen besagen:

  • Ausbuchtung unter 5,5 cm

    weniger als 1 von 100

    Betroffenen erleidet einen Riss innerhalb eines Jahres.

  • Ausbuchtung 6 bis 8 cm

    mehr als 10 von 100

    Betroffenen erleiden einen Riss innerhalb eines Jahres.

  • Ausbuchtung über 8 cm

    bis zu 25 von 100

    Betroffenen erleiden einen Riss innerhalb von 6 Monaten.

Außerdem spielt eine Rolle, wie schnell die Ausbuchtung wächst, ob Betroffene rauchen oder ob die Ausbuchtung zu Schmerzen führt. Zudem erhöht sich das Risiko, wenn Familienmitglieder 1. Grades (Eltern, Geschwister) bereits von einem Riss betroffen waren.

Was bringt die Früherkennung?

Die Untersuchung soll eine Ausbuchtung erkennen, bevor sie gefährlich wird — eine anschließende Operation kann verhindern, dass die Schlagader reißt. Für 1 000 Männer, die innerhalb von 13 Jahren zur Früherkennung gehen, gibt es folgende Schätzung — bei etwa 20 von ihnen findet sich eine Ausbuchtung:

Ohne Früherkennung

Risse je 1 000 Männer
7
Todesfälle je 1 000 Männer
6

Früherkennung und Operation haben also 3 von 1 000 untersuchten Männern vor einem Riss der Bauchschlagader und vor dem Tod bewahrt.

Und wenn etwas gefunden wird?

Nicht jede Ausbuchtung ist ein Alarmsignal. Entscheidend ist der Durchmesser — er bestimmt, wie engmaschig kontrolliert wird:

  1. unter 3 cm

    Sie können die Sache abhaken.

  2. 3 bis 4 cm

    Kontrolle nach 12 Monaten.

  3. über 4 cm

    Kontrolle nach 6 Monaten.

  4. ab 4,5 cm

    OP-Indikation je nach individueller Situation — bei Frauen ab 4,5 cm, bei Männern ab 5 bis 5,5 cm.

Station 02 · Die Versorgung des Kopfes

Die Halsgefäße

Die arteriellen Halsgefäße sind mit dem Ultraschall sehr gut zu untersuchen. Erweiterungen oder Verengungen — die Arteriosklerose — lassen sich feststellen und ausmessen, bevor sie zum Problem werden.

  • Was wird untersucht?

    Beurteilt werden die Gefäßwand — der sogenannte Intima-Media-Komplex — sowie der Fluss in den verschiedenen Gefäßen: der Arteria carotis communis, externa, interna und der Arteria vertebralis. Mit dem Dopplerverfahren werden Erweiterungen oder Verengungen festgestellt und ausgemessen.

  • Wie wird die Untersuchung durchgeführt?

    Der Schallkopf wird auf die Haut über den Halsschlagadern aufgesetzt und erzeugt Schnittbilder der Gefäße. Mittels Doppler-Technik wird der Blutstrom hörbar und sichtbar gemacht. Die Untersuchung ist in wenigen Minuten durchführbar — Sie liegen dabei bequem auf dem Rücken.

  • Wozu dient die Untersuchung?

    Die Dicke der Gefäßwand wird ausgemessen, Ablagerungen werden erkannt. Damit lassen sich Aussagen über das individuelle Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen machen. Gefäßverengungen — sogenannte Stenosen — werden festgestellt und ausgemessen, um gegebenenfalls eine Therapie einleiten zu können.

Wer sollte untersucht werden?

Besonders gefährdet für Gefäßablagerungen sind Patienten mit:

  • Übergewicht
  • hohem Blutdruck
  • Diabetes
  • Nikotinkonsum / Rauchen
  • hohen Fett- und Cholesterinwerten
  • hohen Lp(a)- oder Homocystein-Werten im Blut (IGeL)
  • familiärer Veranlagung

Bei arteriellen Gefäß-Risikofaktoren sollten die Halsgefäße in bestimmten Abständen untersucht werden. Nach einem Schlaganfall gehört die Untersuchung zum Standard, um Engstellen auszuschließen. Nach einer Operation oder Stent-Einsetzung sollte das Ergebnis immer wieder kontrolliert werden — und bei einem pathologischen Befund sind regelmäßige Nachkontrollen erforderlich.

Station 03 · Der Rückweg

Arm- & Beinvenen

Bei einseitiger schmerzhafter Schwellung im Bereich der Arme oder Beine kann eine Venenthrombose vorliegen — der Verschluss eines ableitenden Blutgefäßes durch ein Blutgerinnsel. Die Duplex- und Kompressionssonographie ist das Standardverfahren, um eine Thrombose festzustellen oder auszuschließen.

Welche Diagnostik gibt es?

  1. Schritt 1

    Klinische Wahrscheinlichkeit

    Bei einem Verdacht wird zunächst die Wahrscheinlichkeit einer Thrombose mittels eines Scores berechnet.

  2. Schritt 2

    D-Dimer-Test

    Je nach Ergebnis schließt sich eine Blutuntersuchung an — den D-Dimer-Test werten wir direkt in der Praxis aus.

  3. Schritt 3

    Kompressionsultraschall

    Eine Ultraschalluntersuchung der Blutgefäße im schmerzhaften Bereich führen wir in jedem Fall durch.

Die Lungenarterienembolie

Die größtmögliche Komplikation — glücklicherweise auch die seltenste: Ein Gerinnsel löst sich, wandert in die Lungengefäße und kann innerhalb von Minuten zum Tode führen. Dann zählt schnellstmögliche Hilfe in einer Rettungsstelle oder auf einer Intensivstation.

Unsicher, ob eine Untersuchung sinnvoll ist?

Rufen Sie uns an — wir beraten Sie, ordnen Ihr persönliches Risiko ein und finden den passenden Termin.